DSGVO und so

Daß die Datenschutzgrundverordnung auch die Tangowelt aufmischen wird, war mir bis vor kurzem nicht bewußt bzw. egal. Was diesen Blog angeht, kann es mir tatsächlich auch wurscht sein, weil ich damit keinerlei kommerzielle Absichten verfolge. Ob Melinas Reaktion überzogen oder weise ist, kann ich derzeit noch nicht beurteilen. Dennoch habe ich natürlich (leider) auch schon wertvolle Lebenszeit in Recherchen investiert und bin auch schon dabei, entsprechende Texte zusammenzuklicken. Unter anderem habe ich diesem Blog eine (derzeit noch provisorische) Datenschutzerklärung hinzugefügt.

Ich empfehle einen kürzlich in SPON erschienenen Text von  Sascha Lobo – manchmal hat dieser Bursche, so naiv-nervig internetgläubig er zuweilen auch daherkommt, einfach gute Inhalte und sowieso eine gute Schreibe. Kurzversion: Dieses Ding wird vor allem kleinere Unternehmen und Private beschädigen, die großen Player haben das längst in ihre Strategie integriert und es wird sie nicht aufhalten.

Es gibt Prognosen, daß die DSGVO das nächste große Ding für die Abmahnindustrie ist. Bekanntlich glaube ich an das Gute im Menschen und bin daher sicher, daß sich solch parasitäre Lebensformen hier nicht ihren nächsten Porsche, sondern eine blutige Nase holen werden, weil Leute, statt kleinlaut zu zahlen, massiven Widerstand leisten werden und schnell Rechtsklarheit entsteht. Nicht vergessen, liebe Gemeinde – Gesetze werden von Menschen gemacht, und wenn unsere Gesetzgeber merken, daß sie gerade dabei sind, Millionen von Wähler richtig sauer zu machen, werden sie ihre Hintern schon bewegen. Also gegebenenfalls nicht leise rummeckern, sondern mit gegeigneten Vertretern politischer Parteien sprechen. Macht Arbeit, stimmt. Na und. Machen andere weniger sinnvolle Sachen auch.

Andererseits gibt es Kriege, Überbevölkerung und unregulierte soziale Netzwerke mit Milliarden von Usern – das sind gewisse Hinweise, daß, sagen wir mal, bei der kognitiven Leistungsfähigkeit der Spezies Homo sapiens sapiens  doch noch etwas Luft nach oben ist. Also lieber vorsichtig sein.

 

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Ein Gedanke zu “DSGVO und so

  1. Die Melina macht sich hauptsächlich Gedanken, wie sie die Extrakosten der Zusatzkraft weiterverrechnet, die am Eingang die Datenschutz-Verzichtserklärungen einsammelt. Auf die Idee, daß die Fotografierwut auf vielen Milongas gar nicht wenigen Tänzern ziemlich auf die Nerven geht, kommt die gar nicht.

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