Über diese Website

Warum schreibe ich dieses Blog?

Vorneweg: Ich verfolge mit diesem Blog keinerlei kommerzielle Interessen.

In Tangoblogs finden sich unterhaltsame, informative, spannende Posts. Alte Tangohasen werden all die Blogs auf meinem Radar – und vermutlich noch einige mehr – kennen. Ich schätze aber, daß es genügend Tangoland-Neubürger gibt, bei denen das nicht so ist.

Mein Service besteht also darin, Leser schneller zu den interessanten Sachen zu führen, denn selbst im besten Blog machen die Highlights nur einen Teil des ganzen Textangebots aus. Das Bloggen bringt mich zudem dazu, mir sukzessive auch die älteren Texte „meiner“ Blogger nochmal vorzunehmen. Dabei sehe ich, wie diese sich über die Jahre entwickelt haben. Dies finde ich derzeit so spannend und interessant, daß ich es als eine weitere Form der Belohnung ansehe.

Ursprünglich war ein Ziel (und Teil meiner Motivation), Kommentar-Diskurse oder andere Reaktionen anzuregen (beispielsweise durch meine Posts inspirierte Artikel anderswo), dann wieder für mich selbst unterhaltsamen Lesestoff ergeben. Inzwischen weiß ich, daß dies nicht so einfach ist – um da etwas in Gang zu bekommen und auch aufrechtzuerhalten, ist einiges an Energie notwendig – und die ist nun mal begrenzt, Stichwort Tango-Work-Life-Balance. Insofern ist das Ziel noch da, nur die Erwartungen habe ich abgesenkt.

Nun habe ich aber keineswegs vor, nur eine Art Dienstleister zu sein. Ich bin, als Tangolandbewohner, Akteur und das, was man „Stakeholder“ nennt: Es kann mir nicht gleichgültig sein, was um mich herum so geschieht, denn ich habe auch bestimmte Vorstellungen, wie meine Tangoumwelt aussehen sollte. Ich hätte, um hier konkret zu werden, ganz sicher keine Lust, in einem Tangoland zu leben, in dem bei Musik, Tanzstil oder „Codigos“ engstirnige Fundamentalisten das Geschehen bestimmen.

Das ist im Übrigen ganz analog zur wirklichen Welt, wo man – meiner bescheidenen Ansicht nach – auch aktiv gestaltend am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen sollte.

Dies beginnt, im Blog-Kontext, natürlich schon bei der Auswahl von interessanten Posts, geht aber weiter – vom kritischen Kommentieren bis, hier oder dort, dem direkten Teilnehmen an Diskursen anderswo. Und natürlich auch dem Aufmachen eigener Themen, wo es notwendig erscheint.

Und nein, das kann, auch wenn ich es mir selbst so wünsche, nicht immer nett, ironisch-leichtfüßig oder flockig-locker ablaufen. Es gibt Bereiche, wo meiner Ansicht nach deutlicher „Counterspeak“ notwendig ist (zum Glück ist die Tangowelt ein Bereich, in dem nicht allzuoft notwendig sein wird)..

Wobei die genannte Beobachtungen, wie sich andere Blogger geistig entwickelt haben, Demut und kritische Selbstbeobachtung nahelegen. Toleranz und Offenheit sind nichts, was sich selbstverständlich über die Jahre zum immer Positiveren entwickeln. Vielleicht bin ich ja in ein paar Jahren auch ein fanatischer Tango-Zen-Evangelist oder lehne Edo vehement ab. Auf jeden Fall – ja, eine zynische Ader habe ich definitiv auch – bei der Selbstvermarktung würde es helfen; eine extreme Position ist bei der Aufmerksamkeitssuche für den Markenauftritt immer hilfreich.

…und was für Blogs lese ich im Moment so (oder nicht mehr, weil die Posts dort versiegt sind):

http://tangoblog.ch/

Immer lesenswert. Wenn Gerhard Riedl das zweihändige Breitschwert ist, wäre er das Florett. In letzter Zeit etwas schreibfaul – was ist los? Familie? Liebe? Alles gegeben? Was auch immer – es sei Dir gegönnt, Patrick.

http://milongafuehrer.blogspot.de/

Der Großmeister des Grantelns; und immer wieder gut darin, Themen zu finden und unterhaltsam zu besetzen.

http://tangoplauderei.blogspot.de/

Hat schon wirklich sehr viel und auch schöne Posts geschrieben. Manchmal sehr wortreich. Interessant, per Archiv seine Entwicklung zu verfolgen; derzeit schon recht weit in der Fundi-Zone angesiedelt. Speziell in letzter Zeit stark auf technische Aspekte fokussiert (damit meine ich nicht unbedingt Hardware, auch das Thema Tango-Regeln mag er gerne). Aber sehr facettenreich; darunter, sagen wir mal, ein bißchen Sir Galahad, ein bißchen Osama.

https://tangoaddiction.wordpress.com/author/terpsichoral/

Die Poetin unter den Tangobloggern; für mich jemand, die den “sense of wonder” des Tango rüberbringt. Schreibt leider in letzter Zeit auf der Site oben wenig. Bei Facebook tut sich einiges; soweit ich es bisher sehen konnte, ist der Inhalt aber irgendwie, sagen wir, kommerzieller und dafür ist mir das Layout zu anstrengend. Ich werde aber sicher immer mal wieder reinschauen. Sie hat schon mal einen Schwung Texte in ihren WordPress-Blog übertragen. If you read this, Terpsi – please come, at least from time to time, down from Sugarmountain. It is something for old people (not my verdict – just citing some statistics).

http://tango-therapist.blogspot.de/ (englisch)

Manchmal banale, manchmal schön zu lesende Posts. Und manchmal weiß ich nicht genau, worauf er hinauswill. In letzter Zeit lese ich ihn eher selten. Vielleicht fällt mir später noch mehr dazu ein.

http://tangoimmigrant.blogspot.de/ (englisch)

Tanguera und Musikerin aus Norwegen. Eine gute Adresse für musikbezogene Themen. Und auch sonst lesenswert.

http://melinas-two-cent.blogspot.de/ (englisch)

Melina ist Tangolehrerin und Veranstalterin; das macht Ihr Blog nochmal extra-lesenswert.

http://www.briefe-an-karla.de/index.html

würde ich eine wirkliche Entdeckung nennen (okay, so schwer war es nicht…auf der ersten oder zweiten Trefferseite, wenn man bei Google „Tango Blog“ eingibt…). Sehr schön geschrieben, mit genau der richtigen Menge an Subtilität und, nun ja, Magie.

Auch hier sind die Posts nicht erkennbar datiert, im „Fragezeichen“ ist aber die Rede davon, daß die Autorin seit 2010 tangomäßig unterwegs ist.

Nachtrag: Unter http://www.tangodanza.de/shop_content.php/coID/507/product/briefe_an_karla.html gibt es noch zwei weitere schön zu lesende Briefe (Dank an Anonym vom 27.7.15, 9:44). Werde immer mal wieder vorbeischauen, vielleicht gibts ja ab und zu einen neuen Brief.

http://www.tangoandchaos.org/index.htm

Eigentlich kein Blog; wie ein Buch organisiert ist (mit sequentieller Kapitelstruktur und offenbar auch abgeschlossen); vom Inhalt her sehr persönlich gehalten und von daher schon „bloggig“. Nein, ich will hier nichts nacherzählen – nur ein paar Stichworte: Ein US-Amerikaner, in BsAs lebend, erforscht die tänzerische und musikalische Essenz des Tangos. Unbedingt lesenswert.

http://tangocommuter1.blogspot.de/

Ein Blog, das bis ins Jahr 2008 zurückreicht und noch heute aktiv ist.

 

http://verastangoblog.blogspot.de/

ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Zunächst einmal ist es vielleicht von allem, was ich bisher gelesen habe, das „bloggigste“ – ich meine den Wortstamm. Ein Web-Log, Tagebuch – natürlich schon über das Veröffentlichen nach außen gerichtet. Aber mit Berichten „von innen“ – sagen wir mal im Vergleich zu Blogs, die bestimmte Sicht- und Denkweisen propagieren – Codigos, Musik und so weiter. Ich kann nicht sagen, daß ich selbst jetzt stark hineingezogen werde – aber einen Lese-Blick ist es allemal wert.

Ach ja, und was es noch interessant macht – nach dem, was Vera schreibt, ist es ein Projektbericht – ein Jahr Ausbildung bei einem  Profitänzer, um selbst professionelle Tango Argentino-Tänzerin zu werden. Begonnen im Januar 2015.

 

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2 Gedanken zu “Über diese Website

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