Ein Nicht-Post

Juhu. Wieder eine richtige Tastatur unter den Fingern.

Beinahe hätte ich anläßlich der letzten Folge von Dr. WHO etwas zum Thema „Authentizität: Hat der hohe Pro-Kopf-Fleischkonsum in Argentinien etwas mit dem originalen Tango-Gefühl zun tun?“ geschrieben. Oder „Kann ein Veganer authentisch die Männerrolle im Tango tanzen?“.

Weil ich mich an etwas erinnert habe, was die Großmutter der argentinischen Frau eines Bekannten gesagt haben soll: „Wenn man nicht mindestens ein halbes Kilo Fleisch am Tag ißt, wird man krank“.

Habe ich dann aber doch gelassen.

Dafür gibts einen Lesetipp für einen Post von Vio auf deutsch: http://tangoforge.com/umbenennung-rollen/

Bis bald…

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Bolé Muchachos

„Dunkel die andere Seite ist“.

„Halt die Klappe, Yoda, und iß deinen Toast“

(http://www.andinet.de/lustiges/witze/starwars_witze.php)

Neulich, Hogwarts, Außenstelle. Black Site, irgendwo am Rio de la Plata.

Verteidigung gegen die dunklen Künste. Der Lehrer ist heute irgendwie anders. Er kündigt ein neues Konzept an: „Um das Böse zu erkennen muß man wissen, wie es aussieht.“.

Boleo.

Ein Raunen geht durch das Klassenzimmer. Man munkelt, der Lehrer hätte neulich in einem dieser epischen Kämpfe gegen die dunkle Seite einen Piernaza-Kopftreffer abbekommen. Üble Sache, wenn es stimmt.

Früher bestand „Verteidigung“ aus „als erster den Zauberstab abfeuern, und wenn das nicht wirkt: rennen“.

Man sagt, es seien schon ganze Magicuentros von einem einzigen Boleo ruiniert worden. Es heißt, wer einmal miterlebt hat, wie jemand von einem Boleo getroffen wurde, ist nie wieder er selbst. Die Schreie der Opfer verfolgen einen das ganze Leben lang.

Manchmal gelingt es, Boleos im letzten Moment zu entschärfen – es werden dann Ochos daraus. Gefährlich genug. Ich habe gehört, es gibt Überlegungen, diese auch zu verbieten – man kann nicht vorsichtig genug sein.

Bitte sagt es nicht weiter: Als Boleos noch nicht zu den dunklen Künsten gezählt wurden, habe ich es zwei oder drei mal gelernt. Diesmal: Es fühlt sich wie ein Pendel an. Wie Anstoßen beim Schaukeln – wenn das Timing stimmt, ist es eine harmonische, nahezu kraftfreie Bewegung. Mit der richtigen Musik macht es einfach verdammt viel Spaß – zum Beispiel ein Melodiebogen, der im genau richtigen Moment in diese beschleunigte Bewegung führt.

Die Partnerin auf dem Standbein zu halten, ihr beim „Aufziehen“ des Pendels nicht die Achse zu klauen – gar nicht so leicht. Die vom Lehrer vorgeführte Bewegung einfach kopieren: funktioniert nicht, jedenfalls bei mir. Ich muß es ausprobieren, herausfinden, welche inneren Bilder es braucht, um die Bewegung zu projizieren.

Mir wird mal wieder bewußt, woran sich mein Tango-Fortschritt vor allem festmacht. Es ist das Zeitgefühl, der Raum zwischen den Aktionen. Am Anfang habe ich jede Gehirnzelle, jede Millisekunde für die Bewegung selbst und die Navigation in Raum und Zeit gebraucht.  Jetzt bleibt Zeit; für Verstehen und vor allem auch für Genießen.

Ein kurzer Nebengedanke: So unmöglich ist es gar nicht, diesen Fortschritt zu erkennen. Und eines läßt sich bestimmt ziemlich gut vorhersehen: wenn man nicht ab und zu etwas Neues ausprobiert, ist Fortschritt recht unwahrscheinlich.

Mehrere Partnerwechsel. Perfekt, um die Bandbreite an Dynamik kennenzulernen. Eine Partnerin folgt auf eine bemerkenswerte Art: sie gibt einen kleinen Widerstand, der sich wie „träge Masse“ anfühlt, trotzdem agil. Es entsteht dadurch eine „reichhaltige“ Bewegung, perfekt im Takt. Sie gibt dem Boleo Ruhe, Bedeutung.

Die Tür geht auf. Unruhe in der Klasse. Ist Hogwarts von dem, dessen Name nicht genannt werden soll, infiltriert? Kommen jetzt die Auroren, um den Lehrer abzuführen? Und wir? Askaban? Schlimmeres? 20 Jahre Edo-Entzug?

Nein. nur ein Schüler, der sich verspätet hat.

„Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist.“

(Meister Yoda; nach http://www.deecee.de/funny-stuff/sprueche-zitate/star-wars-special-yoda-sprueche-zitate.html)

„Scheinbar unmöglich es ist, die eigene Entwicklung im Tango vorherzusagen“ 

(Meister Cassiel, http://tangoplauderei.blogspot.de/2015/05/von-der-unmoeglichkeit-den-Tango-vorherzusehen.html)

„Schwierig sie sind, die Prognosen – vor allem wenn die Zukunft sie betreffen (oder die Entwicklung der Tangoszene). Sowieso nicht ich glaube an „gelutscht der Drops ist, ein für allemal“.

(Meister Yokoito)

Über Authentizität

„Humorless self-righteousness is something that converts tend to do, not natives.“

Aus: http://tangoforge.com/authenticity-in-argentine-tango/

„So the function of cortinas then is to determine if we’ll be having sex or not. Cortinas mean that we are engaged in a negotiation. No cortinas, no sex.
This is a very good example of why we need to investigate the “authentic traditions” of tango and see if they serve us or not. I really doubt that anybody here in Sydney is playing by these rules.“
Aus: http://tangoforge.com/rethinking-cortinas/

(das bezieht sich auf die für BsAs kolportierte „traditionelle“ Regel, daß 3 Tandas mit der selben Person bedeuten, daß man etwas miteinander hat. Ist das eine „authentische“ Regel, ein Codigo gar? Ich weiß es nicht.)

Nur nicht den Kopf verlieren

Vorgestern hatte ich ein seltsames Erlebnis. Ich freue mich ja immer über Kommentare. Mein ursprünglicher Plan, mit ein paar gut plazierten Sätzen ganze Kaskaden von Content zu generieren, ist bisher nicht aufgegangen. Aber es geht zumindest ein bißchen in diese Richtung.

Der Schreiber hat sich ein paar Wochen vorher selbst als „Tango-Taliban“ bezeichnet. Ich gebe zu, früher wäre mir der eine oder andere lockere Scherz zu diesem Thema leichter gefallen – heute bleibt einem da eher was im Hals stecken (gibt es auch schon „TS“?). Hals – Kopf – und schon sind wir bei „Highlander“: „Es kann nur einen geben“. Was, wie ich befürchte, die Einstellung des besagten Kommentators in Bezug auf Tango sein könnte.

Was hat der Kommentator denn nun eigentlich kommentiert? Meinen Post „Victoria“, genauer: meine Vermutungen über die Ursachen der Beliebtheit von ruhigem Edotango. Mag er das Wort „Traditango“ nicht? Ich biete an: Zen-Tango, Tantra-Tango, Meditango. Wie auch immer, ich  hatte ausdrücklich geschrieben, daß ich solcherart Tango mag. Trotzdem fand der Schreiber, er müsse beleidigt sein.

Nochmal für die Akten: Ich weiß die Ruhe und Entspanntheit von Edo-Tänzen in ruhiger Ronda und in enger Umarmung wirklich zu schätzen. Und ja, „Vergangenheit“ ist in diesem Kontext ein positiv gesetztes Synonym für Entschleunigung und kein Schimpfwort.

Nur: natürlich kann ich gleichzeitig sagen „Vanilleeis ist lecker“ und muß nicht meinen „Ich ernähre mich nur von Vanilleeis“.

Die Frage ist, was wünscht sich dieser Kommentator eigentlich? Mir persönlich wäre der Genuß genug. Wenn ich etwas wirklich gerne tue, ist mir egal, wie viele andere es auch tun. Wonach geht die Suche? Sicherheit? Nicht mehr von Alternativen verunsichert zu werden? Nach zusätzlichem Respekt, nach Applaus? Den allerdings kann ich nicht liefern. Beeindruckt, mit dem Wunsch, mich respektvoll zu verneigen, wäre ich von jemandem, der ein paar Kinder aus einem brennenden Hochhaus gerettet hat. Oder der es geschafft hat, posttandale glückliche Erschöpfung in Eugenia Parillas Augen zu zaubern. Ein bißchen enge Umarmung reicht da noch nicht aus.

Its raining, men

Wieder einer der herrlichen Posts in Vios Blog auf Tangoforge: http://tangoforge.com/finding-my-man/

Wenn ich Texte wie diese lese, denke ich immer, wie schön es doch wäre, wenn ich einfach eine Extremposition konsequent vertreten könnte (sagen wir mal, in die andere Richtung, wie Cassiel oder Christian Tobler). Dieses „Sowohl als auch“ fühlt sich dann immer so schlaff und kraftlos an, gegenüber der Leidenschaft,  mit der sich eine solche Extremposition vertreten läßt.

Dummerweise fallen mir, wenn ich probehalber eine solche Position einnehme, oder einen Text aus dieser Ecke lese, Gegenargumente ein, die verhindern, daß es mich in ebendiese Ecke zieht. So daß ich es doch dabei belasse, mich von diesen Texten unterhalten zu lassen. Und mir denke – wie in anderen Koordinatensystemen braucht man die Eckwerte, um eine Dimension aufmachen zu können – aufhalten kann man sich aber überall. Während eine Position an den Eckpunkten schon eine gewisse Einschränkung der Beweglichkeit mit sich bringt. Das ist vielleicht auch einer der Gründe,  aus denen radikale Positionen oft mit der Zeit noch radikaler werden. Ich vermute, daß es bei solchen Positionen auch immer um das sich-spüren geht. Die „Extremisten“ haben sich ja oft den Weg zurück ins Moderatere selbst versperrt oder glauben dies zumindest. Ich vermute, weil sie Liebesverlust durch Anhänger befürchten, die sie ja genau mit diesem Positionen gewonnen haben.

Klarstellung: Ich halte Vio für eine Person, die einfach konsequent ihre Ansicht vertritt, und nicht für einen Betonkopf. Das oben Gesagte ist also kein auf Vio gemünztes Intro, sondern gehört in die Kategorie „Was ich mal sagen wollte“.

Noch ein letztes „vorweg“: Mit dem Nacherzählen ist das ja immer so eine Sache. Natürlich könnte ich ihren Text 1:1 übersetzen; werde ich aber nicht tun. Weil sich daraus eine Abhängigkeit ergeben würde, die nicht mein Plan ist. Als Übersetzer würde ich gefühlt eine Verpflichtung übernehmen – dazu sehe ich keinen Grund. Die Nachricht entsteht bekanntlich beim Empfänger. Ich will die Freiheit des kommentierenden Berichtens – in diesem Sinn.

Oh..doch noch was.. Vio verwendet in ihrem Blog eine spezielle Terminologie. Sie nennt die Führenden „Mark“,  die Folgenden „Revel“. Das begründet sie auch, hat irgendwas mit Castellano zu tun (seht nach, die Begriffe in ihren Posts verlinken auf diese Erklärung). Ich hätte kein Problem, diese Begriffe zu verwenden. Leider funktioniert das ganze System im Deutschen nicht. Das Schöne beim Englischen ist, daß man ruckzuck von einem Substantiv zum Verb kommt. The Mark marks, the Revel revels. Geht halt in der Sprache meiner Mutter nicht. Die deutsche Version, rückwärts vom Verb her, ist auch nicht überzeugend: „Der Führende“ ist immer noch ein Er und hat zudem dieses Beflissen-Betuliche des political correctness speak. Sonderzeichen in Worten sind nicht mein Ding, das Thema hatten wir schon. Also berufe ich mich auf Vios eigenen Post „The Gender Journey“ und nehme  einfach  „Mann“ und „Frau“.

Meine Güte. Schon ein ganzer Bildschirm voll und ich bin immer noch nicht beim eigentlichen Punkt.

So, jetzt.

Falls jemand sich fragt, weshalb ich den Titel dieses Posts so und nicht anders gewählt habe und ob da nicht ein Komma zuviel ist: nein. „Raining“ soll auf „Tränen“ verweisen. Let it rain men“ oder „It‘s raining men. Not.“ wäre auch gegangen.

Vio weint nicht wirklich, sie schimpft eher ein bißchen. Darüber, daß die meisten Männer Frauen als ein Mittel zum Gutaussehen einsetzen und sie ihnen ansonsten egal sind, sie also beim Führen nicht „zuhören“. Darüber, daß sie beim Tanzen deutlich macht, daß sie zu allem bereit ist, also körperlich alles mitmacht, was der Mann vorschlägt.  Daß aber die allermeisten Männer dieses Angebot nicht annehmen.

Ich habe mich gefragt, wie sich wohl eine Pistenbegegnung mit Vio anfühlen würde. Ich ordne mich selbst tänzerisch irgendwo im Mittelfeld der Verteilung ein. Ab und zu bekomme ich das Kompliment, musikalisch zu tanzen. An Moves habe ich einiges gelernt – und dummerweise ist vieles auch mehr oder weniger Theorie. Mir geht das so, daß ich eine neue Kombination erstmal nur „groß“ kann. Erfahrung, Sicherheit und Zuversicht sind die Zutaten, damit etwas auch auf der Piste klappt und man es auch dem Raumangebot auf der Piste anpassen kann. Mit anderen Worten, es ist ein Henne-Ei Problem.

Was die artistische Seite angeht – selbst in meinen besten Karate-Zeiten, ist jetzt bißchen über 30 Jahre her, hatte ich Probleme mit ansatzlosen Mawashi Geris zum Kopf. Das wäre aber in etwa Vios körperliches Skill-Level.

Mit anderen Worten, auf der artistischen Ebene hätte ich ernsthafte Probleme, Vio zu beeindrucken. Was das Handling einer solchen Power als solches angeht, vermutlich auch. Erstmal begegnen einem solche Tänzerinnen nicht gerade dutzendweise. An meinen guten Tagen, und mit ein klein wenig Platz und der richtigen Musik würde ich sagen, ich kann auch mit einer ziemlich guten Tänzerin Spaß für zwei erzeugen. Zusammengerechnet komme ich vielleicht auf ein oder höchstens zwei Dutzend solcher Erlebnisse.

Damit es da keine Mißverständnisse gibt: ich spreche nicht von Genuß, sondern nur von intensiver Action, die sich auch noch rundum gut anfühlt. Genuß-Tanzerlebnisse habe ich mit vielen Partnerinnen, zu vielen Gelegenheiten.

Als Ziel oder Traumvorstellung finde ich Schwarzgurt-mäßige Körperbeherrschung, Wahrnehmung der Partnerin und des Raums kombiniert mit einem entsprechenden Musikgefühl absolut wünschens- und erstrebenswert. Ohne ein paar Stunden tägliches Tanztraining dürfte das aber kaum jemand schaffen – und wer, der noch einen Job und ein Leben außenrum hat, verfügt über so viel Zeit? Ich jedenfalls nicht.

Im Bild einer „Glockenverteilung“ von Tanzskills liegt Vio vermutlich in den äußeren fünf Prozent. Ich glaube nicht, daß es mehr „passende“ Männer gibt. Wenn ich als Otto Normaltanguero also auf einer 60 Leute-Milonga so um die 10-15 potentielle Tanzpartnerinnen habe („meine“ Seite der Verteilung),  sind es für Vio einer oder zwei Männer und ebensoviele Frauen.

Was ich mir von der sprichwörtlichen Fee wünschen würde? Bestimmt auch  Top-Tanzskills, allerdings in Kombination mit der Fähigkeit, auch das Einfache genießen zu können.

Wobei ich ansonsten, wie wir Hobbypsychologen sagen, vollkommen bei Vio bin. Die immer wieder gehörte Musik hilft sicher nicht beim „wachen Zuhören“. Nach dem 500. „Bahia Blanca“ hat sich eine solide Automatik in der Motoriksteuerung gebildet, und die Neuronen, die für „körperlich zuhören“ zuständig sein könnten, bekommen andere Aufgaben zugewiesen. Und selbst wenn Frauen anfangs da besser aufgestellt sein sollten, weil für sie ja das Erfühlen beim Folgen Programm ist, hat Vio sicher Recht, wenn sie sagt, daß sie da auch umprogrammiert werden (ich glaube, der Fachausdruck, den sie meinte, ist „versaut“).

Persönlich würde ich sagen, daß da Musik in beide Richtungen eine Rolle spielt. Mit einem gewissen Anteil an selten gehörten Sachen (ich spreche da natürlich auch von Non/Neo), wird die Fähigkeit, wirklich auf die Musik zu reagieren und nicht einfach eine wie auch immer aufgebaute Choreo abzutanzen, erhalten. Daß die Musikart selbst da die Lösung ist, glaube ich dann aber wieder nicht; auch die 100. Wiederholung irgendeines Nontango-Gassenhauers fällt in die Kategorie „Autopilotfutter“.

Ich hatte in einem früheren Post ja mal über meine Vermutungen geschrieben, warum die meisten Tangueros gar nicht so auf wilde Action und permanentes an-die-Grenzen-gehen erpicht sind. Von daher kann ich Vios Leid verstehen, glaube aber, da muß sie einfach durch, weil die Dynamik der Tangoszene nicht für, sondern gegen sie arbeitet.

Ich bin nur nicht so pessimistisch wie Gerhard – ich glaube, Tango ist eine so vielseitige Welt und eine einzigartige Sprache, um Musik körperlich auszudrücken und zu erleben, daß es da keine Einbahnstraße in die Stagnation gibt. So wie es in einer Gesellschaft mal eine bleierne Zeit gibt und dann wieder ein geistiger Aufbruch, ist auch der Tango in der Lage, sich immer wieder zu regenerieren. In meiner Region gibt es beispielsweise eine solide Tradi-Szene, genauso aber wachsen immer wieder gemischte oder reine Non/Neo-Milongas hervor.

Break mit mir

Triggerwarnung: Sie verlassen jetzt „political correctness land“. Je nach der Art und Schwere Ihrer mentalen Störung sind die Ergebnisse des  Weiterlesens bestenfalls unvorhersehbar, schlimmstenfalls fatal. Bitte hören Sie jetzt auf zu lesen.

Nicht? Na gut.

Was das Obige angeht – sorry, could not resist. Muß wohl der immer noch leicht erhöhte Blutdruck nach meinem Besuch in Gender-Land sein. Dabei paßt es noch nicht mal richtig; ich kann noch viel böser sein. Aber nicht heute.

Jetzt endlich zum Thema.

Habe mir gerade ein paar Minuten „Forum“ auf Tanzmitmir.de gegeben.

Puh. Länger hätte ich es auch nicht ausgehalten. Hat Assoziationen an die Serie „Breaking Bad“ ausgelöst. Grundsätzlich ist die Idee ja ganz nett – Chemielehrer verdient sich das Geld für seine Krebs-Behandlung, indem er Crystal Meth kocht. In einem Starbucks in Warschau habe ich – sie wollen ja dort immer Deinen Namen haben – auch mal „Heisenberg“ gesagt. Aber ich glaube, zu viel BB macht gaga, Ich erinnere mich an eine Folge, wo ein ganzes Wohnzimmer voller Leute sich durcheinander-angeschrien hat. Siehe oben.

Thats all, folks…Schönes Wochenende noch.

Ach ja…ich weiß schon, daß Gerhard auch in diesem Forum postet. Ihn meine ich explizit nicht.

Die fabelhafte Welt der Genderie

neulich auf Spiegel Online: ein Artikel von Margarete Stokowski (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/stokowski-kolumne-niemand-muss-lecken-muessen-a-1055624.html). Thema: Irgendwas mit Gender. Offen gesagt habe ich den Inhalt weitgehend vergessen, war wohl nicht so wichtig; hängengeblieben ist nur der versuchte Diss einer Autorin namens Birgit Kelle, die ein Buch namens „Gender-Gaga“ geschrieben hat, worüber Frau Stokowski offenbar nicht so glücklich war. Ich schon; bald ist Weihnachten und dieses Buch könnte für einige Personen die Lösung sein.

Dabei ist mir dann wieder ein Film eingefallen, den es bei Youtube gibt: https://www.youtube.com/watch?v=3OfoZR8aZt4 . Kurzversion: Unbedingt anschauenswert.

Was hat das Ganze aber jetzt mit Tango zu tun? Momentan noch so viel wie ein Post bei Irene und Man Yung zum Thema Whisky (den Link können wir uns sparen). Man könnte dem Ganzen an diesem Punkt höchstens dadurch ein wenig Tango-Geschmack geben, indem man sagt: Harald Eias Film war, soweit mir bekannt, der Boleo des Todes für die norwegische Genderforschung, denn nachdem dieser Film im norwegischen Fernsehen gelaufen war, wurde der norwegischen Gender-Forschung der Geldhahn weitgehend zugedreht. Wer den Film gesehen hat, ahnt, warum.

Aber halt – kurze Zeit später las ich einen Post auf Vios Blog (Tangoforge, siehe einen kürzlichen Post hier). Und da wird es jetzt richtig tangomäßig und vor allem: spannend.

Der Post ist in Englisch; ich habe mich bei Vio erkundigt, ob eine Übersetzung ins Deutsche geplant ist: leider nicht.

Für mich sagt sie in diesem Artikel: Tango gibt uns die Möglichkeit, die männliche und die weibliche Rolle in Idealform zu erleben – praktisch eine Reise zu den beiden Extrempunkten auf der Gender-Achse. Und dieses Erlebnis ist etwas sehr Wichtiges, Wertvolles, Gesundes, weil es dabei um das Erleben der Essenz und des Positiven dieser Rollen geht. 

Aber lest selbst: http://tangoforge.com/the-gender-journey/