Forward Error Correction

Some time ago I noticed that Google Translator sometimes produces quite useful results – and sometimes the translation just hurts.

Clearly, it would be nice to be read by more people – which means to go for an international audience. On the other hand,  a good translation takes time which I don’t want to take away from other tasks – dancing, for example.

There is an engineering method called „Forward Error Correction“ (FEC). The idea is quite simple: If a transport medium has distortive properties which are known, the inverse of this distortion can be imposed on the content sent. Ideally, the net effect will be zero and the content arrives in the originally intended way. This method was, for example, used in the analogue music signal chain to compensate for deficiencies in the record-pickup part of the chain – a reason why the first CD’s sounded „cold“ and awkward because they did not have these deficiencies.

So I spent some time to play with a German text. I ran it through Google Translator and modified it until I was happy with the result – or until I became convinced that further improvement was not possible without fundamental changes in the text. Then I tried to understand which text characteristics made the difference between a good English result and a bad one.

If there is a general finding: Standard sentences work quite well. This is not entirely good news because it means that the original texts will have to give up some flavor. Then, in some cases it appeared impossible for me to create a „automatable“ German sentence (or I reached a dead end and was not able to see a better solution).

Conclusion, so far: It is possible to create text which is still okay in German and needs only moderate optimizations in English. At least so I believe – I kindly invite English readers to give me feedback.

Below are the two texts. The markups in the right column are where I did manual corrections to the text produced by Google Translator.

Unfortunately, I found no way pro preserve the Change Mode markups in the transfer to this post. So I used a print to PDF – sorry for the inconvenience.

FEC

 

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Mini-Me

Gestern habe ich zwei Filme gesehen.
Zum einen Harry Potter Nr. 4, („Feuerkelch“). Zum anderen ein Video mit Mariana Dragone.

Was ist der gemeinsame Nenner? Tip: es liegt nicht im Namen (Einer der Feuerkelch-Challenges hat was mit Drachen zu tun). Nein: Es ist Voldemort in der Mini Me-Version, am Anfang, in diesem verfallenen Haus.

Schauen wir uns das folgende Video an.

Wenn ich solche Videos sehe (oder welche mit Eugenia Parilla oder allgemein mit Spitzentänzern), dann sehe ich: Zwei Menschen, die sich in der Dimension ihres vollen körperlichen Potentials bewegen. Selbstbewußt, raumfüllend – nicht nur im physischen Raum, auch in der Musik. Schritte in der Größenordnung ihrer Beinlänge, Kraft und Energie in der Bewegung, die dem entspricht, was der menschliche Körper kann.
Das ist ein besonderes Erlebnis. Klar, für die Leute auf dem Video mag es ein Job sein, Advertising für ihre Workshops, was auch immer. Völlig egal. Denn das Wichtige dabei:  Es zeigt, was uns Menschen möglich ist.

Und wenn wir dieses Potential dann sogar mal em eigenen Leib erleben, dann wissen wir, ganz tief drinnen: Ja. Das ist es. Ich lebe. Wohlverstanden: Das ist nicht eine Frage der Kunststückchen – der Figuren pro Minute oder was auch immer. Das gleiche Gefühl kann man auch mit einem viel kleineren technischen Inventar erleben. Entscheidend ist die Dimension der Bewegung auf der Skala unseres Körpers. Und es ist auch kein Negativstatement zu Tai Chi- oder Tantra-Tango. Das eine tun heißt nicht das andere lassen.

Der Mini-Voldemort hätte so etwas nicht hinbekommen. Nein, er hat mir nicht leid getan, weil er so klein und hilflos ist. Bei einem „echten“ Zwerg wäre das vermutlich anders. Aber jemand von Normalgröße, der mir erzählt, daß Zwerg-sein toll ist – da habe ich so meine Zweifel, ob mit ihm alles in Ordnung ist.

Schaut euch auf solchen Videos mal kurz nicht die Tänzer, sondern das Publikum an. Es spürt das auch, ist gebannt. Nicht „okay, laßt mal stecken, schön daß ihr das könnt, ist für uns aber nicht so wichtig“ (gut- es ist vielleicht dies der Grund für einige, bei Veranstaltungen Demos abzulehnen – es könnte wehtun).

Ich wundere mich ab und zu, mit welcher Gelassenheit ein Teil der Tangowelt die divenhafte Anmaßung eines anderen Teils dieser Welt erträgt oder ihr sogar nachgibt. Ja, es gibt diese anfängliche verblüffte Unterwerfung, wenn Forderungen nur selbstsicher und unverschämt genug vorgebracht werden. In der wirklichen Welt ist es im Sektor „political correctness“ ähnlich. Aber auf Dauer?

Warum sollte ich meine Fähigkeiten in jahrelangem Üben entwickeln, wenn ich sie nicht auch mal ausleben kann? Bitte nicht wieder diese billigen rhetorischen Tricks von wegen „Rücksicht und Verletzungsgefahr“. Tempo 30 in engen Straßen ist selbstverständlich. Auf einer leeren Autobahn ist es idiotisch. Und was sonstige Standard-Sprüche angeht: „Poser“ gibt es an beiden Enden des Bewegungs-Intensitäts-Spektrums.

Klar kann es an einigen Stellen etwas komplizierter werden. Räume kosten, große Räume kosten vermutlich mehr. Als Veranstalter fühlt man sich mit „Vollstopfen“ vermutlich wohler, weil es risikoloser ist. Und vielleicht wäre ich der einzige weit und breit, der für eine Veranstaltung mit der Möglichkeit, es auch mal laufen zu lassen, eine Prämie bezahlen würde. Oder sagen wir eine mit zwei Räumen. Wenn schon in einigen Kreisen „gender balance forcing“ für okay gehalten wird – warum dann nicht auch „access control“, sprich, ein Limit für die Zahl der Leute auf der Tanzfläche?

Mehr zaghafte Fragen. Können wir das „Große“ denn überhaupt? Vermutlich wird ein Käfigtier, das jahrelang eingesperrt war, nicht gleich Purzelbäume schlagen, wenn es mal ins Freie kommt, sondern eher in Deckung bleiben und die freie Fläche meiden.

Ja, es ist vielleicht einfacher, sich einzureden, daß das Leben als Mini-Voldemort ja auch ganz okay ist und alle, die eine normale Größe haben wollen, einfach nur verblendet sind. Und zu hoffen, daß dieses Gefühl von „es fehlt etwas“ irgendwann weggeht. Aber dann sieht man wieder eines dieser Videos und weiß, auf welcher Seite man steht.

Ach ja…

ich bin absolut d’accord mit Gerhard Riedl, wenn er „Löschregeln“ eines Diskussionsforums kritisiert, die darauf hinauslaufen, daß jeder das Löschen unwillkommener Inhalte auslösen kann, indem er durch eigenes Schreiben eine „Konfrontation“ erzeugt.

Da ich gewisse „Sozialmedien“ ohnehin aus bereits mehrfach genannten Gründen meide, könnte ich es mir leicht machen und nun mit dem anderern Franz Josef sagen – Gerhard, und ich sach noch, spiel nicht mit den Schmuddelkindern…sowas kommt dann von sowas. Tatsächlich habe mich aber hingesetzt und – mit etwas inspiratorischer Unterstützung meines alten Freundes Arnold Schwarzenegger – das folgende Doppel-Gedichtlein geschrieben:

Leicht ist Zensur,
einfach, eine abweichende Meinung auszublenden.
Checkt aber bitte: es ist
keine Lösung. Nur ein Deckel auf den
Topf, um im eigenen
Saft zu schmoren

Mehr
ist nicht zu sagen.

Oder auf gut englisch:

Freiheit der Meinung ist keine Selbstverständlichkeit,
und man kann sie schrittweise verlieren.
capilli horrent, wenn ich solche Dinge lese.
kein Spaß, solche Methoden.

Yokoito ist mein Pseudonym,
ohne Zögern habe ich zur Tastatur gegriffen,
und wenn es sein muß: I’ll be back.

Tango München – Euch noch ein schönes Pfingsteier-Singen.

Und hier der „Blogpost des Anstoßes“…

http://im-prinzip-tango.blogspot.de/2016/05/schwarz-und-wei-und-das-dazwischen.html

Das Nichtwissen und was das mit Tango zu tun hat

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Unter den vielen coolen Sponti-Sprüchen meiner Kindheit gab es den: „Wissen ist Macht – nicht wissen macht nichts“. Allgemein betrachtet halte ich diesen Spruch zwar für ziemlich dumm, aber es gibt wirklich Bereiche, wo etwas dran ist.

Im Print-Spiegel 18/2016 wurde ein Essay der Soziologin Eva Illouz mit dem Titel „Vom Wissen und der Liebe“ veröffentlicht (wie immer: bitte selber lesen, das Nachfolgende ist definitiv meine absolut subjektive Interpretation ohne den geringsten Anspruch auf universelle Gültigkeit).

Sie vergleicht darin die mittelalterliche Minne mit unserem wissensfixierten Herangehen an die Suche nach Partnerschaft. Die Männer des Mittelalters folgten, in ihren Worten „den Gepflogenheit der Minne, deren Hingabe vollkommen war und unverwüstlich“ – verwundern solle uns aber vor allem, daß diese Männer „offenbar wenig Notwendigkeit verspürten, diese geliebten Frauen näher kennenzulernen“.

Unsere heutigen Methoden – speziell die elektronischen, also der Partner-Kennenlern-Plattformen –  basieren dagegen auf der Annahme, daß man gar nicht genug wissen kann und daß es dann nur noch eine Frage der richtigen Algorithmen ist, um für jeden Topf das passende Deckelchen zu finden – und wenn es nicht paßt, sind die Algorithmen schuld.

Eva Illouz schreibt, daß im Nicht-Wissen-Wollen Kraft und Schönheit liegt. Dagegen gehe unser nie-genug-wissen-Können im Grunde von der Annahme aus, daß andere Personen voller Probleme und Konfliktpotential stecken. Dies ist eine Art selbsterfüllende Prophezeiung – nicht nur ist die Erwartungshaltung, passiv, ein Faktor der selektiven Wahrnehmung; das Erwarten erzeugt auch aktiv Verhaltensweisen, die die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten erhöhen.

Warum schreibe ich das in einem Tangoblog? Weil wir beim Tanzen auch eine Beziehung suchen und eingehen; diese Beziehung dauert eine Tanda lang, und ich glaube, daß Nicht-Wissen auch hier eine Rolle spielt.

Ich nehme wahr, wie sich die Person, mit der ich tanze, anfühlt, riecht, wie sie sich bewegt und wie sie auf meine Körpersignale reagiert. Dazu kann es noch situationsabhängig eine Handvoll andere Wahrnehmungen geben – Verhalten in Stresssituationen, etwa bei Kollisionen; was und wieviel redet er oder sie beim Tanzen.

Das war’s. Ich könnte mehr wissen – bei Freunden ist das natürlich so, aber bei allen anderen eben nicht. Ich könnte es herausfinden – aber ich tue es (normalerweise) nicht. Natürlich wechseln Personen die Lager, manche werden zu Freunden, die meisten nicht. Ich habe mehrere Lieblingstänzerinnen, von denen ich nichts weiß und absolut zufrieden damit bin. Als Beispiel eine davon; seit einigen Jahren sehe ich sie nicht mehr bei Milongas; es war immer schwierig, einen Tanz mit ihr zu bekommen (weil sie für viele andere auch Lieblingstänzerin war). Ich glaube, von wenigen, kurzen Gesprächen, daß wir im wirklichen Leben nicht miteinander klargekommen wären; aber warum sollte  mich das interessieren? In der Tangowelt war sie meine Lady, der ich in tiefer, vorbehaltloser Tango-Minne verbunden war (oder noch bin).

Macht das meine Tanzpartnerinnen zu Objekten? Ich glaube nicht. Ich denke, dies ist eher der Fall,  wenn ich jemanden als ein Katalogobjekt betrachte, der durch einen Satz von beantworteten  Multiple-Choice-Fragen beschrieben wird, mit dem Ziel, einen Match-Index zu der Datenkollektion zu berechnen, die ich selbst in dieser Sichtweise bin.

Natürlich hat auch eine Tango-Minne-Beziehung ihre Risiken. Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht – wenn man einmal eine außergewöhnliche Tanda mit jemandem erlebt hat, gibt es eine gewisse Scheu vor der nächsten. Soweit es meine eigenen Erfahrungen angeht – das Wissen um diesen Zusammenhang hilft ein wenig, aber es bietet keinen wirklichen Schutz. Es wird danach belanglose oder sogar grauenhafte Tandas geben – und doch auch wieder außergewöhnliche.

Mucke-Buden

 

Gleich noch was zum Thema Musik hinterher. Ich empfehle einen kürzlich bei Tango Commuter erschienenen Post. Er befaßt sich darin mit verschiedenen Quellen von Tango-Musik aus dem Blickwinkel des Copyrights. Praktischerweise ist dort auch eine recht gute Übersicht von Tangomusik- Quellen enthalten.

Nur vollständigkeitshalber: Wie ich glaube schon in verschiedenen Kontexten geschrieben habe, bin ich ein Anhänger des Bezahlprinzips und kann nur unterstützen, was TC da schreibt – man möge doch bitte die legalen Quellen nutzen und damit den Musikschaffenden auch die wohlverdiente kommerzielle Belohnung zuteilwerden lassen.

Auch empfehlenswert ist die Site Tanda of the Week. Von dort gibt es diverse Links in andere Quellen. Sehr nützlich ist auch die Möglichkeit, die vorgestellten Tandas – über den Hyperlink hinter TOTW –  in Spotify und Deezer anzuhören; das heißt, dort sind entsprechende Playlisten hinterlegt.

Und ach ja – bei aller Freude an den schönen Konserven, die über all die Links zu bekommen sind: Ich glaube, ich hatte schon erwähnt, daß ich momentan voll auf der Livemusik-Schiene bin. Worin mich übrigens ein kürzlicher Besuch in einem gewissen Offenbacher Etablissement noch mehr bestärkt hat (smile). Und ja, Gerhard – die Tanzfläche hätte wirklich gerne ein bißchen größer sein können; aber „sehr gut besucht sein“ ist ja nicht wirklich was Negatives. Vielleicht finden die Veranstalter ja einen Weg, den zweiten Raum noch irgendwie einzubeziehen.

 

Musik vergleichen

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Vor einer Weile habe ich kurz über eine Site namens Tickled Tango Tunes geschrieben. Ich weiß noch immer nicht, wie legal das Ganze ist; annehmen würde ich erstmal, daß es okay ist – dies geschlußfolgert aus der Tatsache, daß die Site noch lebt, die Musikindustrie also offenbar ihre Dementoren nicht dort vorbeigeschickt hat.

Anmerkung: Auch wenn dies jetzt ein wenig schräg klingt – ich bin einer dieser altmodischen Typen, die der „Internet-Kostenloskultur“ durchaus kritisch gegenüberstehen, weil ich sie für langfristig schädlich halte.

Jedenfalls wollte ich mal sehen, wie diese verbesserten Tracks gegenüber anderen Versionen klingen.

Hier ist der Workflow:

  1. Auf die Seite https://tickledtango.wordpress.com/ gehen
  2. Den Link „Tickled Tangos“ anklicken. Dies öffnet eine Sicht ins Google Drive-Verzeichnis, in dem die Stücke hinterlegt sind.
  3. Für jedes Stück wird ein Icon angezeigt; Anklicken führt auf eine Seite, in der das Stück direkt abgespielt werden kann.
  4. Für das nächste oder vorige Stück gibt es die Schaltflächen < bzw. > am linken/rechten Seitenrand. Je nach Browser erscheinen diese eventuell erst, wenn man mit dem Mauszeiger in der Nähe ist.
  5. Ich will die Stücke direkt im Umschaltvergleich mit anderen Versionen hören. Persönlich finde ich dafür direkten Zugriff auf die Files bequemer. Dafür kann das Download-Symbol auf der Seite verwendet werden. So wie es aussieht, muß der Ablauf für jedes Stück wiederholt werden; eine Block-Download-Funktion habe ich nicht gefunden.
  6. Für andere Musikarten gilt sinngemäß Schritt 2 mit dem jeweiligen Element (Tickled Valses, Tickled Milongas).

Zum Abspielen: Ich bin nicht so der iTunes-Nutzer, vor allem, weil ich es nicht mag, wie sich diese Software auf meinem Computer breitmacht. Es gibt diverse Alternativen (was hier und heute kein Thema sein soll). Mein Favorit ist die freie Version von „Virtual DJ„, in Kombination mit „MP3Tag“ zum Editieren von MP3-Informationen. Ja, ich weiß, ich bin inkonsequent, das sind beides Kostenlos-Versionen. Im Fall von Virtual DJ würde ich den Herstellern empfehlen, eine Lowcost-Version anzubieten;   die „Pro“-Version ist mit $299 für Amateur-Anwendungen definitiv zu teuer. Ich habe schon ein paarmal DJ im Privaten gespielt, da hat die Funktionalität der Home-Version absolut ausgereicht. Es gibt noch eine „Pro Controller“-Version für 99 $; ehrlich gesagt hätte ich keine Ahnung, was ich da als Controller eingeben soll. Ich persönlich würde für die Funktionalität von  Virtual DJ (Home) jedenfalls durchaus 20 bis 30 Euro ausgeben.  Falls ich mal eines Tages als „öffentlicher“ TJ agieren sollte, wäre es jedenfalls eine Frage der persönlichen Ehre, etwas „Gekauftes“ zu verwenden.

Wie kommt man zu Virtual DJ? Den Download-Link verwenden, die entsprechende Version auswählen und dann den weiteren Anweisungen folgen.

MP3Tag gibts hier.

Übrigens: das absolut Gruseligste, das mir in meiner ganzen Tangozeit vor die Lauscher gekommen ist,  habe ich während meiner kleinen Forschungsreise auf Deezer gehört (weil es in der Liste direkt nach „Loca“ kam): „Muchachita Loca“ von Francisco Canaro. Vom Klang her so, als hätte man das Mikro eines 30 Jahre alten Kassettenrekorders vor den Trichter des Grammophons gehalten, auf dem ein zerkratztes Exemplar der Original-Schellackplatte abgespielt wird. Ich muß sagen, das definiert meine Qualitätswahrnehmungs-Skala bei Milongas neu.

Was nun die Ergebnisse angeht: Jeder wird das anders wahrnehmen; auch ist meine Sammlung von Tango-CD’s nicht so riesengroß, vieles höre ich über Deezer (zum Thema Tango-Musikressourcen werde ich demnächst noch was Eigenes posten). Wer mag, kann ja mal gegen CD-Versionen hören. Hier also nur ein paar Beispiele. Die CD-Versionen stammen aus der Box „El Tango Vol. 1-10“. Diese ist im übrigen, gemessen am Preis von ca. 15 Euro, ein echter Kauftipp. Aficionados mögen hier das Näschen rümpfen – mir egal;  mit diesen 10 CD hat man auf jeden Fall schon mal eine gute Basis.

Abkürzungen: TTT „Tickled Tango Tunes“-Version; ET El Tango-Version

  • Di Sarli, Comme il faut: Bei TTT deutlich höhere bpm-Zahl (123 vs. 114 bei ET). TTT klingt mir etwas zu sehr nach vorne; die ET hat recht viel Hall, klingt aber sauberer.
  • Biagi, Union Civica: mit Deezer verglichen; TTT klingt deutlich angenehmer, ohne daß ich sagen kann, woran das liegt.
  • Pugliese, la Mariposa, vs Deezer: Die TTT-Version klingt angenehmer und dynamischer
  • Di Sarli, Don Juan: gegenüber ET sauberer; ET klingt etwas dumpfer.
  • Di Sarli, El Jaguel: TTT klingt sauberer, die Deezer-Variante klingt deutlich blechern.

Und  ja – mir ist schon bekannt, daß Deezer „lossy compression“ nutzt. Aber dieses Faß lassen wir heute mal zu.

Okay – ich kann nicht wirklich widerstehen, aber nur ganz kurz, versprochen: Vielleicht hat ja mal jemand die Möglichkeit oder die Zeit, ein paar kleine Blind-Hörtests  (gerne auch mit MP3-Hatern) zu machen, bei denen beispielsweise aus einer MP3 eine WAV erzeugt wird. Das dann bitte unter Milonga-Bedingungen, also limitierte Lautstärke und die üblichen Nebengeräusche, also Gespräche,  Füße-auf-Parkett und so weiter.

Davon abgesehen –  wenn man es richtig machen wollte, müßte für jedes Musikstück sowas wie ein Abstammungs-Zertifikat her. In der Güteklasse Rassepferd oder Blockchain.

Damit soll es für heute erstmal gut sein. Um es nochmal zu sagen: Ich bin nicht sicher, ob „TTT“ wirklich ganz koscher ist; vielleicht weiß jemand von Euch hier mehr. Auf jeden Fall hat der „Tangotickler“ einen ganz guten Job gemacht (den er im Übrigen auch recht detailliert beschreibt).  Wobei mir eine Information gefehlt hat (oder ich sie überlesen habe): Wo sein Ausgangsmaterial herstammt.