Kurz mal eben

Leider kommt Tango in meiner Tango-Work-Life-Balance derzeit etwas zu kurz. Viele Geschäftsreisen und auch sonst kein Mangel an Action. Das hat auch Auswirkungen auf die Schreib-Motivation. Fürs Tango-Blog-Lesen reicht die Zeit immerhin noch. In aller Kürze: Beim frustrierten Milonguero glühen die Tasten derzeit; er haut die Posts im Zwei-Tages-Rhythmus raus, durchaus nette Lektüre.  In Angelina‘s Tango Blog findet sich ein ansehenswertes Video mit sensationeller Fußarbeit und schönen Pause-Action-Wechseln, hier.

Ja.. und dann hat auch Tango Therapist mal wieder was geschrieben. An sich sind seine Texte ja von der Aussage her klar, mit gelegentlichen Ausflügen ins Chris de Burgh-mäßig schnulzig Banale. Aber hier bin ich schon ins Grübeln gekommen, was er uns sagen will:

  1. Autonomy(being independent and able to resist social pressures).  Here is my plug for close-embrace tango and not dancing for admiring eyes: The most sustainable dimension for your tango, I believe, is to dance for yourself and the person in front of you.  Often I notice social pressure to dance in a way that is visually appealing.  However, this facade will eventually destroy your autonomy. Psychological research on people influenced by what others see, notice and applaud, shows that people begin to second guess their own vision and abandon it.  Be autonomous; be well.

Erstmal dachte ich, okay, das ist wieder so eine Nummer im Sinn der selbstproklamierten Tangostimme von Nordamerika, schön schwarzweißes Kurzschlußdenken: Es gibt nur Tango in enger Umarmung und Exhibitionismus. Meine Einstellung dazu dürfte bekannt sein. Aber dann dachte ich, hoppla, also was nun? Social pressure to do the visually appealing kann ja auch bedeuten, bewegungsreduzierter Engtanz, weil irgendwer einem das einreden will, zur Not mit einem „Ihr böse erste Welt“-Opfernarrativ, wie es TVofA probiert. Also würde Autonomie bedeuten, genau das nicht zu tun, sondern wirklich die Musik zu tanzen – und die sagt nun mal manchmal, große Bewegungen, Dynamik. Ich habe übrigens per Kommentar versucht, das für mich zu klären; entweder habe ich mich da über alle Maßen blöd angestellt oder TT hat den Kommentar aus irgendeinem Grund wegzensiert. Also, falls ich es nicht selbst verbockt habe – lieber TT; trau Dich was und schalte mal die Kommentarmoderation aus; es passiert bestimmt nichts Schlimmes und wenn doch, kannst Du sie dann ja mit gutem Gewissen wieder einschalten.

Ach ja, eine Frage noch. Gibts dieses Jahr keine Herz-Schmerz-Milonga? Falls sie wieder Anfang Mai wäre, hätte ich so langsam mit einer Ankündigung auf der Webseite gerechnet. Also ich fände es schade, wenn es keine gäbe.

Advertisements

2 Gedanken zu “Kurz mal eben

  1. Es bewegt sich doch alles in Grauzonen. Exhibitionismus sehe ich mehr im sog. Umarmungsstil, da wird der Finger weggestreckt, ein möglichst inniger Ausdruck hingestellt, obwohl zu sehen ist das die Musik völlig ignoriert wird und die Beinchen gestreckt, Während im Turnstil mehr der Spassfaktor bestimmend ist, denen ist es meist egal wie es aussieht. Will sagen die Form hat im Umarmungsstil höhere Priorität.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.